Hygienische Pflege des Patienten – Durchführung und Methoden
Die persönliche Hygiene ist ein zentraler Bestandteil der ganzheitlichen Pflege. Sie dient nicht nur der Sauberkeit und Infektionsprävention, sondern fördert das Wohlbefinden und die Würde des Pflegebedürftigen.
1. Tägliche Grundpflege (Morgentoilette)
Für eine reibungslose Durchführung sollten alle benötigten Pflegeutensilien vorab bereitgestellt werden:
- Zwei Waschschüsseln mit angenehm warmem Wasser (ca. 37 °C)
- Zwei getrennte Waschlappen und Handtücher (für Ober- und Unterkörper)
- Milde, rückfettende Seife oder Waschlotion (pH-hautneutral)
- Zahnbürste, Zahncreme, Mundspülung oder Pflegeschwämmchen
- Einweghandschuhe für die Pflegekraft
2. Ablauf der Körperwäsche im Bett
Gesicht und Oberkörper: Begonnen wird mit der Mund- und Zahnpflege. Anschließend werden Gesicht, Ohren und Hals behutsam mit klarem Wasser ohne Seife gewaschen und sanft abgetrocknet. Es folgen Arme, Brustbereich und Bauch mit leichter Seifenlauge.
Rücken und Gesäß: Der Patient wird vorsichtig auf die Seite gedreht. Der Rücken wird gewaschen, abgetrocknet und bei Bedarf mit einer belebenden Lotion leicht einmassiert.
Intimpflege: Die Intimpflege erfolgt stets von vorne nach hinten (von der Symphyse zum Anus), um das Verschleppen von Keimen und Harnwegsinfektionen zu verhindern.
3. Haarpflege und Hautbeobachtung
Die Haare werden täglich vorsichtig gekämmt. Ein- bis zweimal wöchentlich empfiehlt sich eine Haarwäsche im Bett mit einer speziellen aufblasbaren Haarwaschwanne. Bei jeder Pflegeeinheit prüft die Betreuungskraft die Haut auf Rötungen oder Druckstellen.